Schauspieler

Siegfried Greiner

von Michael Zollner am

Sigi Greiner ist einer der Mitbegründer der Gruppe und auch abseits der Bühne ein Mann für alle Fälle.

In der ersten Saison noch beruflich verhindert, hatte er aber ab 2011 mit seinen leuchtenden Augen die Rolle des “Buam des Hauses” gepachtet. Mit seinem Charme konnte er stets die volle Aufmerksamkeit der weiblichen Mitglieder gewinnen, die ihn hegten und pflegten. Nicht zuletzt war dies daran zu erkennen, dass er sogar auf der Bühne regelmäßig mit Essen versorgt wurde – teilweise sogar mit seinem Lieblingsgericht Schnitzel mit Erbsenreis.

In den letzten Jahren allerdings hat sich Sigi zum Sorgenkind der Gruppe gewandelt. Als Rollstuhl fahrender Bauer hatte er noch aus Unwissenheit das Gesetz gebrochen, aber eine Entführung oder einen Raubüberfall kann man nicht als Kavaliersdelikt durchgehen lassen. Die Lacher hatte er seit 2016 zumindest auf seiner Seite, als er als Frau verkleidet durch die Finger der Polizei schlüpft oder wie zuletzt den etwas dümmlichen Otto darstellt. 2018 dann huldigte Sigi gar dem Schwarzen und Bösen, da er doch in den Kreisen der Gothics verkehrte.

Abseits der Bühne ist Sigi allerdings weiterhin ein Segen für die Gruppe, insbesondere beim Bühnenbau und wenn es um technische Fragen geht, ist er eine der ersten Anlaufstationen, und nicht selten legt er dann auch gleich selber Hand an, sofern sie nicht gerade eines Bruches wegen in Gips steckt.

Ab 2018 steht Sigi unserer Christa als Co-Regisseur bei, denn geteiltes „Regie-Leid“ ist halbes Leid.

 

 

Michael Klempin

von Michael Zollner am

Michael Klempin ist ein Speckdackel der ersten Stunde und durch seine markante Situationskomik von Beginn an einer der Publikumslieblinge.

Schon sein erster Auftritt als Madame Butterfly hat die Lachmuskeln des Publikums strapaziert. Im Jahr darauf hatte er sein “K” verloren und wandelte mit einem Sprachfehler durch das Stück “Der Diller”. Jetzt dlindelts aber, oder?

Als Michael dann in Damenkleidern und Stöckelschuhen der Größe 44 über die Bühnen stolperte, waren sicher einige Besucher der Meinung, er könne gar keine ernste Rollen spielen, das er aber spätesten ab 2014 eindrucksvoll widerlegte, als er mit Namen Ossi auf der Suche nach dem Glück war.

Im Jahr darauf sogar als Entführungsopfer in einem Keller einsperren. Was aber wäre eine Theatergruppe, wenn sie ihre Trümpfe nicht ausspielen könnte. In “Bauer auf Rädern” stellte Michael wieder unter Beweis, wie lustig doch das Leid der anderen ist, als er vom Hahn des Hofes und der Mistgabel des Knechtes malträtiert wurde.

Das krumme Ding, das er mit seinem Bruder 2016 schob, war auch nicht gerade der Intelligenz seines Bühnen-Ichs geschuldet. Und auch im Jahr darauf kommt unser Michi alias Sebastian durch seine Gutmütigkeit in ganz besondere Situationen – das Publikum hat es mit viel Applaus quittiert…

2018 dann ging er in der Rolle des Ludwig voll auf und mimte den etwas Sonderbaren, seinem Chef unterwürfigen Charakter, der die Lacher auf seiner Seite hatte.

 

Gerald Kaufmann

von Michael Zollner am

Gerald Kaufmann ist sowohl privat wie auch auf der Bühne ein Gentleman. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Mit dem etwas schleimigen Dr. Pfrnak gab Gerald bei der ersten Premiere der Speckdackeln sein Debüt. Wer hätte dabei gedacht, dass er ein Jahr später schon mit einem Killer verwechselt werden sollte.

Aufgrund seines Auftretens hatte er in den folgenden Jahren den eleganten Sir mehr oder weniger für sich gepachtet, ob dieser nun als Antiquitätenhändler, Finanzbeamter oder Rechtsanwalt gefragt war, einerlei.

Nach einer kleinen Schaffenspause 2015 – die anderen vermuten noch immer, dass er einfach einmal die Sau raus lassen wollte – kam Gerald in altbewährter Form als finanzstarker Bürgermeister-Anwärter zurück. Im darauffolgenden Jahr zeigte er als Religionslehrer Rene eine ganz neue Seite von sich, mit der es letztendlich auch schafft seine heimliche Liebe Maria zu umgarnen.

2018 war Gerald die Leiche, um die sich im Bestattungshaus alles drehte. Anfangs eine gespielte Leiche, dann aber, kurz bevor der Vorhang sich schloss, pustete das Stück seinem Leben das Licht endgültig aus. In dieser Rolle konnte er sein schauspielerisches Talent vollends ausleben.

Gerald steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, und alle sind schon neugierig, was der George Clooney der Gruppe nächstes Jahr mit uns veranstaltet.

Monika Ederer

von Michael Zollner am

Monika Ederer ist ein Speckdackel der ersten Stunde und immer für eine Überraschung gut.

Monika und die Dackeln, das war in den letzten Jahren eine On-Off-Beziehung, zum Glück aber nur was ihre Bühnenpräsenz betrifft. Schon bei unserer ersten Veranstaltung eröffnete sie das Stück als Journalistin ….und war seither mit ihrem steirischen Charme irgendwie der Sonnenschein der Gruppe. Ihre unbekümmerte Art des Schauspiels macht es ihr leicht, sich als neugierige Postlerin gekonnt in das Leben einer Familie einzumischen, sowie das Weite zu suchen, wenn es dann brenzlich wird.

Diese Gelassenheit stellte sie auch 2012 zur Schau, als sie hochschwanger und kurz vor der Entbindung eine Schwangere auf der Bühne gab – das nennt man Authentizität. Nach einem Jahr Babypause haben wir sie dann als lustige Kammerjägerin erlebt, die im Nebenerwerb auch Geistern auf die Pelle rückte.

Den Bauer auf Rädern besucht Monika 2015 als eine von drei Sommerfrischlerinnen, bevor sie dann dem privaten Familienleben für ein Jahr den Vorzug gab. 2017 kehrt die Mutter von zwei Kindern wieder zu uns zurück und gibt als Pia, der Tochter einer Putzhilfe, ein beachtliche Talentprobe ab – die kicksende und im Stil der achtziger gekleidete Monika muss man gesehen haben, Fr. Knackal vom MA2412 lässt grüßen.

Christa Bachkönig

von Michael Zollner am

Christa Bachkönig darf man getrost als Herz und Seele der Gruppe bezeichnen.

Unsere inoffizielle Chefin hat die Basis für die Speckdackeln gelegt, indem sie Ihre selbstgeschriebenen Stücke in Krottendorf auf die Bühne bringen wollte. Als Regisseurin steht sie auch mit Rat und Tat zur Seite, um den Stücken auch den ihr eigenen Charakter einzuhauchen, wobei sie den Schauspielern aber immer genügend Spielraum lässt, um sich selbst verwirklichen zu können.

Nachdem es in der ersten Saison recht gut lief, hat sie sich in den nächsten beiden Jahren eine eigene Rolle als Oma geschaffen, die mit wenigen Worten (Jojo – so is´) im richtigen Moment für so manchen Lacher sorgte. Jahrelange Theatererfahrung machte es möglich.

Seit 2015 sieht man Christa vermehrt auf der Bühne. Als grantige Nachbarin, die einstmals vom Ehemann mit ihrer Cousine betrogen wurde, war sie wohl ebenso glaubwürdig wie als Callgirl mit fernem aber doch vertrauten Akzent. Im Stück Die Hoffnung stirb zuletzt verdingt sie sich als Putzfrau Rosa des Hallodris Joe und muss so manchen Ärger über sich ergehen lassen. Bei dieser Rolle sorgt sie auch bei Ihren Kollegen für so manchen Lacher. Da sie bei den Proben oftmals Probleme hatte sich den eigenen Namen zu merken, erscheint sie bei der ersten Vorstellung plötzlich in einer rosa gefärbten Schürze: “Jetzt merk i mir´s, ich bin die Rosa!”

2018 schlüpfte Christa in die Rolle der gefühlsarmen, gierigen Frau eines Unternehmers, die im wahrsten Sinn des Wortes über Leichen ging.

Man fragt sich, was noch alles in dieser Frau stecken mag.

 

Ulrike Zollner

von Michael Zollner am

Ulli Zollner
war sofort Feuer und Flamme, als in Krottendorf eine neue Theatergruppe entstehen sollte. Angeblich hatte sie schon als Kind eine Ader für theatralische Auftritte.

So ist es auch kein Wunder, dass sie ihren Spaß dabei hatte, als sie gleich in ihrer ersten Saison eine Psychiatrie-Patientin spielen durfte. Wo sonst konnte sie sich denn mehr verausgaben. Im Folgejahr drosselte Christa dann Ullis Tempo, nicht aber ihr Temperament. Als Mutter des zwölf Jahre älteren Kollegen Hannes hatte sie die Zügel straff angezogen.

2012 übernahm Ulli dann als Ordinationsassistentin die Kontrolle über die Patienten, um ein Jahr später wieder in die Mutterrolle zurückzukehren, wobei sie immer wieder gekonnt so manch manipulatives Wesen der einen oder anderen Mutter zum Besten gab.

Was dann aber mit Ulli geschah, ist schwer nachzuvollziehen. Plötzlich kam der Vamp zum Vorschein. Turtelte sie in “Bauer auf Rädern” noch sehr intensiv um Herrn Bauernfeind herum, hatte sie im Jahr darauf sogar ihr eigenes Herren-Etablissement eröffnet. Wir machten uns schon Sorgen, doch 2017 zeigte Sie als Helene Münzer Ihrem Ehemann, was eine echte Xanthippe ist, was Ihr offensichtlich viel Spaß bereitete, wurde dieser doch von Ihrem wirklichem Ehemann gespielt.